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Der kleine bunte Fisch
von
Stella Bresler
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1. Es war einmal ein kleiner bunter Fisch. Der war sehr traurig. Niemand wollte mit ihm spielen. Alle be-neideten ihn nur. Er musste zur Meereshexe gehen. Aber bis zur Meereshexe ist es ein weiter und gefähr-licher Weg. Aber er dachte:“Das werde ich schon über-stehen“.
Dann machte er sich auf den Weg. Er dachte aber immer daran, dass der Weg so gefährlich war. Dann kam der von allen gefürchtete Eihlas. Der war sehr groß und der bunte Fisch war sehr klein.
(Anm. der Red: Eihlas ist ein furchtbares Meeresunge-heuer, der in Unterwasserhöhlen lebt und kleine bunte Fische zum Nachtisch über alles liebt!)
Aber er musste da vorbei. Er näherte sich Eihlas. Genau in diesem Moment kam Eihlas aus seiner Höhle. Der kleine bunte Fisch schwamm an der Höhle von Eihlas vorbei. Eihlas entdeckte den kleinen bunten Fisch, weil er so bunt war. Aber der kleine bunte Fisch konnte gerade noch weg schwimmen. Dann kam er zu den Riesen-Seeschlangen.
2. Die Riesen-Seeschlangen waren giftige und gefährliche Schlangen. Aber der kleine bunte Fisch dachte: „Ich muss da vorbei, ich muss, ich muss!! Da vorbei.“ Dann machte er sich auf den Weg. Er schwamm schnell und vorsichtig vorbei. Eine Schlange entdeckte ihn, war ja auch kein Wunder, er war ja auch so bunt. Er konnte aber knapp noch entwischen, Dann kam er bei den Meermädchen vorbei, für die kleinen bunten Fische die allergrößte Gefahr. Dann näherte er sich den Meermädchen. Dann war er an der Gruft angekommen. Er schwamm schnell und vorsichtig vorbei. Und es ging alles glatt. Dann kam er zur Meerhexe. Sie sagte, dass sie ihm einen Trank macht, „Der wird dich für eine Woche in einen ganz normalen schwarzen Fisch verwandeln. Der kleine bunte Fisch bedankte sich bei der Meerhexe und schwamm den ganzen Weg zurück. Und dabei lief alles glatt.
3. Als er wieder in seinem Wasserhaus angekommen war, war er sehr glücklich. Er wartete ge-spannt darauf, dass die Boten der Hexe Bescheid sagen, dass der Trank vorbereitet ist. Dann bekam er die Nachricht, und er schwamm gleich mit. Dann gab die Meerhexe ihm den Trank. Er trank und wurde ganz schwarz. Dann suchte er sich Freunde. Aber die waren alle orange, und alle schickten ihn weg.
Dann war eine Woche vorbei und die Meerhexe sagte:“Ich kann den Zauber nicht ganz zurück nehmen.“ Aber der kleine schwarze Fisch dachte, besser das andere als schwarz. Und er wurde orange und fand viele viele Freunde, und war auch sehr beliebt, weil er so ein Abenteuer erlebt hatte. Und wer unter den Fischen Probleme hatte, der fragte den kleinen orangen Fisch.
1. Hallo, ich heiße Elisabet (die 10.) und bin 11 Jahre alt. So blöd wie es auch ist: Ich bin eine Prinzessin. Mein Vater Julius der 2. regiert hier im Schloss und meine Mutter Rosemarie versucht mich zu erziehen. Ich gebe es zu, Elisabet ist wirklich kein schöner Name, aber ich kann rein gar nichts dafür. Ihr denkt jetzt vielleicht, ich wäre so eine feine Dame, die alles für ihre Eltern tut, was sie verlangen, aber es ist genau das Gegenteil. Ich bin frech, hasse Kleider mit Puffärmeln und habe braune halblange Haare, die in alle Richtungen abstehen.
Wir haben hier einen riesigen Schloßgarten, in dem man, ich gebe es zu, richtig gut spielen kann. Es stehen dort viele schöne Tulpen. Obwohl ich es schöner fände, wenn sie im ganzen Garten wild durcheinander stehen würden.
Ok, kommen wir zum Schloss. Meiner Meinung nach sieht es aus wie ein Kaktus, denn es hat zwei solche komischen Abzweigungen an den Türmen. Von innen ist es ganz gut. Nur die hohen Räume und Gänge stören mich. Es gibt einen Teil, wo den ganzen Tag über Besucher sich all den Mist angucken. Ich verrate euch nun ein Geheimnis, was ihr aber auf gar keinen Fall meinen Eltern erzählen dürft: ich treffe mich heimlich mit der Baumhausbande.
Die Baumhausbande ist ein Club mit fünf Mitgliedern. Lea, meine allerbeste Freundin, Milly und Lilly, die lustigen Zwillinge, und die schöne Melanie, auch Melli genannt. Nicht zu vergessen natürlich ich. Mich nennen alle Elli, die Prinzessin. Wir verstehen uns echt gut, nur manchmal gibt es einen kleinen Streit. Treffen sind so oft wie wir nur können in unserem Baumhaus, daher auch der Name. Na klar, mit den Klamotten, die mir meine Mutter jeden Tag rauslegt, kann ich keine Baumhausleiter hochklettern und mit der Schminke blamiere ich mich auch. Darum haben wir immer eine Schüssel mit Wasser in unserem Treffpunkt. Klamotten kriege ich meistens von Lea. So, das war mein Geheimnis. Zurück zum Schlossleben.
Meine Diener und Dienerinnen räumen jeden Tag mein Zimmer auf. Eigentlich gar nicht so schlecht, denkt ihr! Ich habe nämlich herausgefunden, dass sie heimlich in mein Tagebuch gucken. Was in meinem Buch drin steht, geht sie gar nichts an. Mein Vater Julius schenkte mir schon zu meinem 3. Geburtstag die Tonnen schwere Krone, die ich von da an immer tragen musste. Eine wahre Plage. Sie ist mir immer viel noch zu groß, denn mein Vater ist wirklich nicht sehr klein. In meinem Fotoalbum habe ich ein Bild, wo mir die Krone bis über die Augen reicht. Jeden Geburtstag bekomme ich mindestens 2 Kleider. Viele andere Geschenke natürlich auch, eigentlich ganz gut, wenn Rosemarie nicht darauf bestanden hätte, eins von den Sachen anzuziehen. Meine Mutter ist echt nicht mehr zu retten!
2. An einem schönen sonnigen Sonntag treffe ich mich wieder mit der Baumhausbande. „Also gut!“ fängt wie immer Lea an zu reden. „Wer möchte etwas sagen?“ geht es weiter. „Ich möchte etwas sagen“, melde ich mich. „Wir müssen einen Überfall planen. Es hat mit meinen Dienern zu tun. Sie lesen beim täglichen Aufräumen mein Tagebuch!“ „Das ist ja Wahnsinn!“ „Los, lass uns einen Plan erstellen!“
Ich bin nicht so der Typ für Pläne, aber er ist gut geworden. Alle gehen zum Schloss. „Boah, ich würde hier gerne wohnen. Ich verstehe nicht warum du dieses Schloss hasst“, ruft Melli aus. Eine Antwort kriegt sie nicht von mir. Ich hasse es, wenn man vom Schloss redet und mich beneidet. „Meine Eltern sind heute nicht da, dafür ein Haufen Diener. Genau 20 Stück, 5 davon räumen um diese Zeit mein Zimmer auf. Wie ihr vielleicht schon wisst, habe ich mein Zimmer ganz allein im Ableger! Es werden wahrscheinlich keine anderen Diener dorthin kommen. Es gibt eine Abstell-kammer, dort können wir uns zur Not verstecken. Jetzt aber zum eigentlichen Plan!
Wir schleichen uns an und bleiben vor der Tür stehen. Wir werden den Handschocker unauffällig am Tagebuch befestigen. Das habe ich bereits getan. Wenn die Diener nun das Buch öffnen, werden sie nur einen leichten Schock kriegen, sich aber trotzdem erschrecken. Dann werden Milly und Lilly zusammen etwas sagen was überzeugend genug klingt, mein Tagebuch nie wieder anzufassen. Voller Angst rennen sie nun heraus und wir stülpen das Netz über sie“, so erzähle ich meinen Plan.
„Also gut, rein ins Schloss!“ übernimmt Lea das Kommando. Wir schleichen uns langsam und vorsichtig in mein Haus rein. Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Bald werden Julius und Rosemarie von ihrem Einkaufsbummel zurück sein. Bald schon sind wir angekommen. Meine „Aufräumer“ sind schon angefangen.
3. Lea kommandiert schon wieder: “Elli, bereit?“ „Ja!“ „Melli, am Platz?“ „Alles klar!“ „Milly und Lilly, fertig?“ „Jo!“ „Dann kanns also endlich losgehen“. Lea kommt zu mir an die Tür. „Die werden was erleben!“, flüsterte sie mir zu. „Achtung!“ rufe ich aus. Lea pfeift laut. Alles noch einmal durchchecken, da hören wir auch schon einen hohen Schrei von Cecilie, einer besonders pingeligen Dienerin. Von diesem Schock so erschrocken, ergreift sie sofort das Weite. Milly und Lilly hatten gar keine Zeit, ihren höllischen Text aufzusagen. Jetzt wird es höchste Zeit, das Netz über sie auszubreiten. Zappelnd liegt Cecilie im Netz. Plötzlich klingelt es.
„Scheiße, meine Eltern!“ rufe ich laut. „Wir müssen uns verstecken. Kommt, wir gehen in die Abstellkammer!“ Cecilie bleibt auf dem Boden liegen. Sie schreit laut auf, als sie hört, dass meine Eltern die Tür nun selber geöffnet haben: „AAAAAAH, HILFEEE!“ „Was ist denn hier los?!“ ruft meine Mutter verzweifelt. Cecilie schreit schon wieder: „Hier bin ich, im linken Ableger! Die Kinder, diese Rotzblagen, haben mich im Netz aufgehalten!“ „Sie haben waas?“ rufen nun meine Eltern zusammen. „Kommt hoch!“ Meine Eltern laufen so schnell wie noch nie, aber nicht vor Angst, sondern vor Neugier. Denn meine Mutter und Vater sind sehr neugierig. Als sie oben angekommen sind, trauen sie ihren Augen nicht. Cecilie, die pingelige Dienerin, liegt in ein Netz verheddert auf dem Boden! Das sieht man ja nicht mal im Traum.
„Elisabet! Elisabet komm zu mir!“ Meine Mutter flippt richtig aus. Wie soll ich nun reagieren? Soll ich ängstlich und vorsichtig ankommen oder lieber cool und lässig? Ich nehme die zweite Möglichkeit. Also spaziere ich mit den Händen in der Hosentasche von Leas Hose ganz gemütlich zu Mama, die inzwischen knallrot vor Wut angelaufen ist. Ich fange nun noch an nach oben zu gucken und zu pfeifen. „Trödel nicht rum! Kommen sollst du, und zwar sofort!“ Meine Mutter redet nun ganz hoch.
„Wieso?“ frage ich. „Der Tag ist lang und wir haben Zeit. Warum so hektisch? Probier es doch alles mal langsamer aus. Du wirst sehen, dass alles gleich viel leichter geht. Die Erwachsenen müssen alles immer so schnell haben. Schrecklich. Findest du nicht auch?“ Genau so nerve ich meine Eltern. Als ich fertig bin, fängt mein Vater an zu reden. Und irgendwann greift dann wieder meine Mutter ein. Jetzt mein Vater, wieder meine Mutter. Bis Julius plötzlich des Gespräch stoppt: „Moment, hat Cecilie nicht Kinder gesagt? Soweit ich aber sehe, steht hier nur eins. Wo sind die anderen?“ „Super Idee! Auch schon bemerkt?!“ flutscht es aus mir heraus. Mein Vater beachtet mich zum Glück nicht. „Also, zeigt euch! Ich weiß genau wo ihr seid!“ Er setzt nun seinen PolizistsuchtDiebBlick auf. Anders als ich kommen die vier ängstlich angelaufen. „Ihr schildert mir jetzt ganz genau was hier passiert ist“.
Irgendwann sind sie dann endlich fertig und werden nach Hause geschickt. Schade. Ich will nun auch weg, nämlich in mein Zimmer, aber Rosemarie hält mich auf. „Einen Augenblick junge Dame. Wir haben noch ein Wörtchen miteinander zu reden“. Und dann fängt sie wieder an. Sie erzählt mir was über unsere Familie. Ihr Lieblingsthema: „Du kannst übrigens sehr stolz darauf sein, dass du Elisabet heißt“. „Ach ja?“ „Ja, denn deine Oma hieß Elisabet, deine Uroma, deine Ururoma, deine Urururoma ...“ „Ich weiß, du hattest leider Pech und heißt Rosemarie, weil deine Mutter Elisabet auch zum Kotzen fand“, beende ich den Satz.
„Woher weißt du das denn schon wieder?“ Ich halte es für unnötig zu antworten, schließlich hat sie das mindestens schon 20 Mal gehört. Meine Mutter stöhnt. „Du darfst gehen“, sagt sie dann nach einer endlos langen Zeit. Ich verschwinde schnellstens in mein Zimmer und denke auf meinem Bett über die letzten Stunden nach, über Lea, die Zwillinge und Melli, mit ihnen ist es immer soo lustig. Dann denke ich über Rosemarie und die anderen Hausbewohner nach und mir kommt eine super Idee!
4. Um 14:00 Uhr wollten oder sollten Lea, Melli und die Zwillinge da sein. Nun ist es 13:55 Uhr. Noch fünf Minuten, dann würden wir es Rosemarie zeigen. Es klingelt. Ich renne zur Tür und öffne meinen Freunden. „Wie sollen wir anfangen?“, fragt Lea. „Hat jemand eine Idee?“ „Lass uns raus in den Garten gehen und durch die Tulpen rennen!“, schlage ich vor. „Mama hasst es, wenn man auch nur eine Blume abreißt!“ „Nein, ich weiß etwas Besseres. Lasst uns das Schloss total auf den Kopf stellen und nicht mehr aufräumen!“ Auch gut. Letztendlich nehmen wir dann doch meine Idee. Unser Plan ist es nämlich, ganz oft hier im Schloss irgendeinen Quatsch zu machen. Irgendwann wird Rosemarie aufhören uns anzumotzen und wird dann vielleicht etwas lockerer. Na ja, abwarten. Wir spielen jetzt also im Garten und trampeln die Tulpen platt. Nicht lange, da kommt Rosemarie auch schon mit hochrotem Kopf angerannt und fängt mit dem Meckern an.
2. Tag. Heute ist „Schloss auf den Kopf stellen“ angesagt. Wir fangen im Esszimmer an: Alle Sachen vom Tisch schmeissen, Dekoration verstecken und vieles mehr. Rosemarie kommt dann irgendwann rein – und meckert.
3. Tag. Heute ist „Fangen durchs ganze Schloss“ angesagt. Melli muss fangen: „Hab dich!“ Wir kreischen nur rum. Rosemarie kommt dann irgendwann an – und meckert.
4. Tag. Heute ist schwimmen im Gartenteich angesagt. Wir ziehen uns Badeanzüge an und schwimmen. Es kommt zu einer ziemlich wilden Wasserschlacht, die auch ziemlich chaotisch endet. Rosemarie kommt dann irgendwann an – und meckert.
5. Eine Woche ist vorbei, aber Rosemarie meckert immer noch. Heute geh ich zu der Baumhausbande. Wir müssen noch einen Streich spielen. Wenn meine Mutter dann noch meckert, geben wir die Hoffnung auf, aus ihr eine halbwegs normale Frau zu machen.
Ich bin gerade von der Besprechung wieder da und wir haben folgenden Entschluss gefasst, nämlich keinen Streich. Ich werde ganz normal mit Rosemarie sprechen und sehen, was dabei heraus kommt. Die Zeit vergeht sehr langsam, denn ich habe mir vorgenommen, um acht Uhr mit ihr zu sprechen. Noch zwei ganze Stunden. Ich vertreibe mir diese mit Musik hören, aber richtig laut. Endlich acht Uhr, mein Einsatz. Ich gehe also zu meiner Mutter ins Wohnzimmer und setze mich bei ihr auf den Schoß. „Weißt du?“, fange ich an. „Ja, was denn?“ „Also, es hat etwas mit dir zu tun. Du bist ja meine Mutter, aber die anderen Mütter, also, irgendwie sind die ganz anders als du. Du bist irgendwie so fein. Nur, das macht mir ja gar nicht soviel aus, aber wenn ich dann auch solche Kleider tragen muss, das finde ich nicht so schön. Ich trage lieber Hosen, ganz gemütliche. Die Schminke, wenn ich ehrlich bin, also, ich bin doch noch viel zu jung dafür, die anderen Kinder lachen mich nur aus. Die Krone, die ist mir viel zu groß und schwer dazu auch noch!“ Endlich ist es raus.
Ich kann so schlecht etwas zugeben, aber diesmal ist es erfolgreich, glaube ich. Rosemarie findet jetzt die Sprache wieder: “Ich versteh auch, ich habe vergessen, dass du noch ein Kind bist. In der nächsten Zeit werde ich versuchen etwas normaler zu sein“. „Bedeutet das, dass ich keine Kleider tragen muss?“ Ich freue mich total. „Genau, ab jetzt werden wir wie eine ganz normale Familie“.
6. Heute steht eine Verabredung mit der Baumhausbande auf meinem Terminplaner. Als ich mich dann auf den Weg nach oben ins Quartier mache, kommt mir Melli aufgeregt entgegen gelaufen: „Los, erzähl, was ist passiert, hat deine Mutter aufgegeben?“ Ich erzähle meinen gestrigen Abend ganz genau. Als ich dann nach einer halben Ewigkeit fertig bin, wird gefeiert! So wie man es kennt mit Keksen, Getränken und vielem mehr. Ein richtig schönes Happy End!
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